Christian Bauschke, der in Salzburg seine Wahlheimat gefunden hat, spielte Franz Liszts Klavierkonzert in Es-Dur und brillierte mit allen für den Lisztschen Klaviersatz typischen spieltechnischen Raffinessen, ohne über dem Virtuosen der Verinnerlichung zu entraten. Eine Leistung, die mit nachhaltigem, wohlverdientem Beifall quittiert wurde.
Bad Reichenhaller Tageblatt
Franz Lamprecht am Dirigentenpult führte das Orchester in souveräner Manier zu einer homogenen Leistung, die gleich zwei musikalische Höhepunkte brachte, das Grieg-Konzert für
Klavier und Orchester in a-moll, sowie die Suite Nr. 2 „L'Arlesienne“ von Bizet; beides gelang ausgesprochen eindrucksvoll... Maßgeblichen Anteil an der feinfühligen Ausführung
hatte auch Christian Bauschke am Klavier, der bald schwungvoll, bald verhalten melancholisch ein ausgeprägtes Stimmungsgespür bewies und bei seiner Interpretation die Atmosphäre
des Werkes gekonnt verdichtete.
Neue-Rhein-Zeitung
Das Duo Andrea Timler, Violine, und Christian Bauschke, Klavier, bewegte sich einen Abend lang in geschickt kalkulierten Tempi, in gerundeter, logischer Dynamik, außerdem
nachvollziehbar, was die allgemeine Typologie, Bewegung und den Ausdruck aller Sätze betrifft. Typisch in diesem Sinne war, dass beide Spieler expressive Momente knapp und
durchsichtig anbahnten, Phrasen klassisch bemaßen und auch Motorismen kontrolliert hielten. So gelang es beispielhaft konsequent, Johannes Brahms' A-Dur-Sonate in ihrer endogenen
Rhetorik und ihrer psychologischen Affinität, in ihrer sensitiven Linienführung und schwebenden Romantik mit Gewinn und Tiefe zu deuten.
Frankfurter Rundschau